1. Zugang zu Wohnung und Dienstleistungen prüfen skill

Prüft Benachteiligungen bei Wohnungssuche, Maklerkontakt und Dienstleistungen nach dem zivilrechtlichen AGG.

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1. Zugang zu Wohnung und Dienstleistungen prüfen

1. Zweck und Anwendungsfall

Prüfe Paragrafen 19 bis 22 AGG statt arbeitsrechtliche Regeln zu übertragen. Nicht jedes private Geschäft und nicht jeder geschützte Grund fallen unter dieselben Voraussetzungen.

2. Eingaben

Angebot, Anfrage, Ablehnung, beteiligter Anbieter oder Makler, Vergleichskontakte und Zeitpunkt der Kenntnis. Wohnraum, Privatgeschäft, Versicherung und öffentlich-rechtliche Entscheidung auseinanderhalten.

3. Ablauf

  1. Schutzbereich exakt bestimmen: Paragraf 19 Absatz 1 für dort genannte Geschäfte und Gründe; Absatz 2 für ethnische Benachteiligung mit weiterem Anwendungsbereich. Weltanschauung nicht pauschal in den zivilrechtlichen Katalog aufnehmen.
  2. Ausnahmen prüfen. Familien- und erbrechtliche Schuldverhältnisse sowie besonderes Näheverhältnis nicht übergehen. Die Angabe von höchstens 50 Wohnungen ist keine pauschale Ausnahme von jedem Verbot ethnischer Benachteiligung.
  3. Richtige Anspruchsgegner nach eigener Handlung feststellen. Maklerauswahl und Vermieterentscheidung getrennt dokumentieren. Keine Haftung allein wegen der Berufsbezeichnung unterstellen.
  4. Vergleichbare Kontaktverläufe würdigen: gleiches Objekt, gleiche Zeit, vergleichbare Einkommens- und Nutzungsangaben. Bestehende Belege sichern. Keine neuen Täuschungsaktionen oder Identitätsmissbrauch anleiten.
  5. Beseitigung, Unterlassung, Schaden und Entschädigung unterscheiden. Paragraf 20 nur für den jeweiligen Grund anwenden; nicht als allgemeine Rechtfertigung ethnischer Auswahl. Die Frist nach Paragraf 21 Absatz 5 gesondert sichern.
  6. Konkrete Abhilfe oder Zahlung verlangen, soweit begründbar. Mietvertrag oder Zutritt nicht als automatische Rechtsfolge versprechen; nach Antwort Beweislage und Begehren aktualisieren.

4. Quellenpflicht

BGH 29.01.2026, I ZR 129/25, hier anhand amtlicher Pressemitteilung 025/2026: eigene Verantwortung des Wohnungsmaklers. Keine unüberprüften Randnummern oder Entschädigungstarife. Fallkarten, Zitierweise.

5. Ausgabeformat

Ausformuliertes Anspruchs- oder Abhilfeschreiben mit richtigem Adressaten, Vorgang und konkretem Begehren. Grenzen und offene Belege separat. Times New Roman 11 pt, dezimale Gliederung; keine Halbsatzfassung.

6. Beispiel

Zwei Anfragen zur selben Wohnung erhalten unterschiedliche Antworten. Tatsächliche Vergleichbarkeit und Verantwortlichkeit prüfen, bevor ein Anspruch beziffert wird.

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2name: wohnraum-und-dienstleistungen-pruefen
3description: Prüft Benachteiligungen bei Wohnungssuche, Maklerkontakt und Dienstleistungen nach dem zivilrechtlichen AGG. Klärt Schutzgrund, Vertragsart, richtige Anspruchsgegner und Belege und erstellt ein Abhilfe- oder Anspruchsschreiben ohne automatische Vertragszusage.
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5# 1. Zugang zu Wohnung und Dienstleistungen prüfen
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7## 1. Zweck und Anwendungsfall
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9Prüfe Paragrafen 19 bis 22 AGG statt arbeitsrechtliche Regeln zu übertragen. Nicht jedes private Geschäft und nicht jeder geschützte Grund fallen unter dieselben Voraussetzungen.
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11## 2. Eingaben
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13Angebot, Anfrage, Ablehnung, beteiligter Anbieter oder Makler, Vergleichskontakte und Zeitpunkt der Kenntnis. Wohnraum, Privatgeschäft, Versicherung und öffentlich-rechtliche Entscheidung auseinanderhalten.
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15## 3. Ablauf
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171. Schutzbereich exakt bestimmen: Paragraf 19 Absatz 1 für dort genannte Geschäfte und Gründe; Absatz 2 für ethnische Benachteiligung mit weiterem Anwendungsbereich. Weltanschauung nicht pauschal in den zivilrechtlichen Katalog aufnehmen.
182. Ausnahmen prüfen. Familien- und erbrechtliche Schuldverhältnisse sowie besonderes Näheverhältnis nicht übergehen. Die Angabe von höchstens 50 Wohnungen ist keine pauschale Ausnahme von jedem Verbot ethnischer Benachteiligung.
193. Richtige Anspruchsgegner nach eigener Handlung feststellen. Maklerauswahl und Vermieterentscheidung getrennt dokumentieren. Keine Haftung allein wegen der Berufsbezeichnung unterstellen.
204. Vergleichbare Kontaktverläufe würdigen: gleiches Objekt, gleiche Zeit, vergleichbare Einkommens- und Nutzungsangaben. Bestehende Belege sichern. Keine neuen Täuschungsaktionen oder Identitätsmissbrauch anleiten.
215. Beseitigung, Unterlassung, Schaden und Entschädigung unterscheiden. Paragraf 20 nur für den jeweiligen Grund anwenden; nicht als allgemeine Rechtfertigung ethnischer Auswahl. Die Frist nach Paragraf 21 Absatz 5 gesondert sichern.
226. Konkrete Abhilfe oder Zahlung verlangen, soweit begründbar. Mietvertrag oder Zutritt nicht als automatische Rechtsfolge versprechen; nach Antwort Beweislage und Begehren aktualisieren.
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24## 4. Quellenpflicht
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26BGH 29.01.2026, I ZR 129/25, hier anhand amtlicher Pressemitteilung 025/2026: eigene Verantwortung des Wohnungsmaklers. Keine unüberprüften Randnummern oder Entschädigungstarife. [Fallkarten](../../references/rechtsprechung.md), [Zitierweise](../../references/zitierweise.md).
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28## 5. Ausgabeformat
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30Ausformuliertes Anspruchs- oder Abhilfeschreiben mit richtigem Adressaten, Vorgang und konkretem Begehren. Grenzen und offene Belege separat. Times New Roman 11 pt, dezimale Gliederung; keine Halbsatzfassung.
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32## 6. Beispiel
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34Zwei Anfragen zur selben Wohnung erhalten unterschiedliche Antworten. Tatsächliche Vergleichbarkeit und Verantwortlichkeit prüfen, bevor ein Anspruch beziffert wird.
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