1. Entgelt und Arbeitsbedingungen vergleichen skill
Vergleicht Entgelt, Arbeitszeit, Zulagen und Arbeitsbedingungen auf mögliche Benachteiligung.
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1. Entgelt und Arbeitsbedingungen vergleichen
1. Zweck und Anwendungsfall
Bearbeite geschlechtsbezogene Entgeltunterschiede nach Artikel 157 AEUV sowie dem einschlägigen Entgelttransparenzrecht und andere Benachteiligungen nach AGG. Ein Bruttomonatsvergleich allein reicht bei verschiedener Arbeitszeit nicht aus.
2. Eingaben
Abrechnungen, vertragliche Stunden, Tätigkeiten und Verantwortung, Tarifgruppe, Zulagenregeln, Vergleichszeitraum und rechtmäßig bekannte Vergleichsdaten. Namen durch neutrale Kennungen ersetzen, soweit sie zur Prüfung nicht gebraucht werden.
3. Ablauf
- Gleiche oder gleichwertige Tätigkeit anhand Qualifikation, Belastung, Verantwortung und Arbeitsbedingungen prüfen. Berufsbezeichnung allein genügt nicht.
- Grundvergütung, leistungsabhängige Bestandteile, Überstundenzuschläge und Einmalzahlungen getrennt erfassen. Stundenbasis nachvollziehbar aus Vertrag und Zeitraum ableiten; fehlende Arbeitszeit nicht durch eine Vollzeitannahme ersetzen.
- Vergleichstabelle mit Quelle und Rechenweg herstellen. Prozentdifferenz nur aus gleicher Bezugsgröße berechnen. Tarifbindung, Erfahrung und Leistungsdaten als mögliche Erklärungen prüfen, nicht als automatische Widerlegung verwenden.
- Bei fehlenden Daten konkreten gesetzlichen Auskunftsweg und dessen persönliche/betriebliche Voraussetzungen prüfen. Keine Herausgabe sämtlicher Personalakten verlangen. Neue unionsrechtliche Regel und nationale Umsetzung getrennt nach geltendem Stand prüfen.
- Fristen für Differenzvergütung, Entschädigung und tarifliche Ausschlüsse getrennt führen. Je nach Auftrag gezieltes Auskunftsschreiben oder bezifferte Forderung ausarbeiten. Antwortdaten in die bestehende Rechnung einarbeiten.
4. Quellenpflicht
BAG, Urteil vom 23.10.2025, 8 AZR 269/24: Wer Stundenlohn aus Monatsgehalt ableitet, muss die Arbeitszeit darlegen. Die Entscheidung ersetzt nicht den Tätigkeitsvergleich. Fallkarten, Zitierweise.
5. Ausgabeformat
Prüfbare Berechnungstabelle plus vollständig ausformuliertes Auskunfts- oder Forderungsschreiben. Fehlende Werte als offen markieren, nicht mit null rechnen. Keine Skelettfassung; Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung.
6. Beispiel
„Ich bekomme 3200 Euro, mein Kollege 4000 Euro.“ Erst Stunden, Zeitraum, Aufgaben und Bestandteile vergleichen. Bei 32 und 40 Wochenstunden ist die bloße Monatsdifferenz kein belastbarer Nachweis eines geringeren Stundenlohns.
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| 2 | name entgelt-und-arbeitsbedingungen-vergleichen |
| 3 | description Vergleicht Entgelt, Arbeitszeit, Zulagen und Arbeitsbedingungen auf mögliche Benachteiligung. Bereinigt unterschiedliche Zeiträume und Stundenbasen, prüft gleiche oder gleichwertige Arbeit und bereitet eine gezielte Auskunft oder Zahlungsforderung vor. |
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| 5 | # 1. Entgelt und Arbeitsbedingungen vergleichen |
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| 7 | ## 1. Zweck und Anwendungsfall |
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| 9 | Bearbeite geschlechtsbezogene Entgeltunterschiede nach Artikel 157 AEUV sowie dem einschlägigen Entgelttransparenzrecht und andere Benachteiligungen nach AGG. Ein Bruttomonatsvergleich allein reicht bei verschiedener Arbeitszeit nicht aus. |
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| 11 | ## 2. Eingaben |
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| 13 | Abrechnungen, vertragliche Stunden, Tätigkeiten und Verantwortung, Tarifgruppe, Zulagenregeln, Vergleichszeitraum und rechtmäßig bekannte Vergleichsdaten. Namen durch neutrale Kennungen ersetzen, soweit sie zur Prüfung nicht gebraucht werden. |
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| 15 | ## 3. Ablauf |
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| 17 | Gleiche oder gleichwertige Tätigkeit anhand Qualifikation, Belastung, Verantwortung und Arbeitsbedingungen prüfen. Berufsbezeichnung allein genügt nicht. |
| 18 | Grundvergütung, leistungsabhängige Bestandteile, Überstundenzuschläge und Einmalzahlungen getrennt erfassen. Stundenbasis nachvollziehbar aus Vertrag und Zeitraum ableiten; fehlende Arbeitszeit nicht durch eine Vollzeitannahme ersetzen. |
| 19 | Vergleichstabelle mit Quelle und Rechenweg herstellen. Prozentdifferenz nur aus gleicher Bezugsgröße berechnen. Tarifbindung, Erfahrung und Leistungsdaten als mögliche Erklärungen prüfen, nicht als automatische Widerlegung verwenden. |
| 20 | Bei fehlenden Daten konkreten gesetzlichen Auskunftsweg und dessen persönliche/betriebliche Voraussetzungen prüfen. Keine Herausgabe sämtlicher Personalakten verlangen. Neue unionsrechtliche Regel und nationale Umsetzung getrennt nach geltendem Stand prüfen. |
| 21 | Fristen für Differenzvergütung, Entschädigung und tarifliche Ausschlüsse getrennt führen. Je nach Auftrag gezieltes Auskunftsschreiben oder bezifferte Forderung ausarbeiten. Antwortdaten in die bestehende Rechnung einarbeiten. |
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| 23 | ## 4. Quellenpflicht |
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| 25 | BAG, Urteil vom 23.10.2025, 8 AZR 269/24: Wer Stundenlohn aus Monatsgehalt ableitet, muss die Arbeitszeit darlegen. Die Entscheidung ersetzt nicht den Tätigkeitsvergleich. [Fallkarten], [Zitierweise]. |
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| 27 | ## 5. Ausgabeformat |
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| 29 | Prüfbare Berechnungstabelle plus vollständig ausformuliertes Auskunfts- oder Forderungsschreiben. Fehlende Werte als offen markieren, nicht mit null rechnen. Keine Skelettfassung; Times New Roman 11 pt und dezimale Gliederung. |
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| 31 | ## 6. Beispiel |
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| 33 | „Ich bekomme 3200 Euro, mein Kollege 4000 Euro.“ Erst Stunden, Zeitraum, Aufgaben und Bestandteile vergleichen. Bei 32 und 40 Wochenstunden ist die bloße Monatsdifferenz kein belastbarer Nachweis eines geringeren Stundenlohns. |
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