1. Zweck und Anwendungsfall skill

Prüft räumliche und zeitliche Berliner Wegweisungen und Aufenthaltsverbote sowie ihre Fortwirkung und erstellt einen passenden Antrag oder Rechtsbehelf.

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1. Zweck und Anwendungsfall

Prüft räumliche und zeitliche Berliner Wegweisungen und Aufenthaltsverbote sowie ihre Fortwirkung und erstellt einen passenden Antrag oder Rechtsbehelf. Lies die vorhandene Akte zuerst und fertige das bestellte Ergebnis. Nur entscheidende fehlende Angaben nachfragen; unabhängige Teile bereits bearbeiten.

2. Eingaben

Wortlaut mündlicher und schriftlicher Anordnung, Gebietskarte, Beginn und Ende, konkreter Anlass, Wohn-/Arbeitsbezug, geplante nächste Nutzung, Zugangsnachweise.

3. Ablauf / Checkliste

Trenne § 29 Absatz 1 ASOG mit vorübergehender Wegweisung oder Betretensverbot zur Gefahrenabwehr von § 29 Absatz 2 mit polizeilichem Aufenthaltsverbot bei einer auf Tatsachen beruhenden Straftatenprognose. Ein längerfristiges Verbot wird nicht allein durch das Wort „Platzverweis“ zur einfachen kurzfristigen Maßnahme. Prüfe die gesetzlichen Grenzen, den bestimmbaren Bereich und die zum Gefahrenzweck erforderliche Dauer. Ein Hinweis auf zukünftiges Wohlverhalten ist nicht ohne Prüfung ein vollstreckbarer Verwaltungsakt.

Lies eine schriftliche Bestätigung mit der vorausgegangenen mündlichen Anordnung zusammen. Sie kann nur dokumentieren, klarstellen oder eine neue Regelung enthalten. Unterscheide dafür Wortlaut, Adressat und objektiven Erklärungswert. Frage bei echter Unklarheit gezielt nach, ob die Behörde am nächsten Samstag ein verbindliches Verbot behauptet. Sichere dennoch eine möglicherweise bereits laufende Rechtsbehelfsfrist. Der Zugang der Bestätigung startet eine Frist gegen den alten mündlichen Verwaltungsakt nicht automatisch neu.

Prüfe Gefahr und Verursachung zum damaligen Zeitpunkt sowie Fortdauer und aktuellen Regelungsbedarf. Ein ausgeschalteter Lautsprecher beseitigt nicht automatisch eine Wegblockade. Eine vorübergehende Behinderung rechtfertigt nicht automatisch die Fernhaltung von einem ganzen Stadtviertel. Die Alternative muss den Durchgang tatsächlich freihalten. Wohnzugang, Arbeit, Betreuung, Arztbesuch und Versammlungsteilnahme benötigen eine besonders konkrete Abwägung; gesetzliche Ausnahmen und Härten am aktuellen Tatbestand lesen.

Ist das Verbot erledigt, prüfe Fortsetzungsfeststellungsinteresse statt reflexhaft § 80 Absatz 5 VwGO. BVerwG, Urteil vom 24.04.2024 – 6 C 2.22, Rn. 16–27, verlangt jenseits anerkannter anderer Interessen einen qualifizierten Grundrechtseingriff bei typischer kurzer Erledigung. Bloße Verärgerung oder selbst erzeugte Publizität genügt nicht. Eine konkret zu erwartende erneute Anordnung unter im Wesentlichen gleichen Umständen kann gesondert bedeutsam sein. Stelle nicht jedes nächste private Picknick als sichere Wiederholungsgefahr dar, wenn Ablauf und Grundlage sich verändert haben.

Formuliere anhand des Ziels eine Klarstellungsanfrage, Abänderungsbegründung, einen fristwahrenden Widerspruch oder nötigen Eilantrag. Bereite einen tatsächlichen Ausweichort als praktische Option vor, ohne daraus einen Rechtsverzicht zu machen. Keine Empfehlung, ein ungeklärtes vollziehbares Verbot einfach zu missachten. Nach behördlicher Antwort den Gegenstand und die Fristennotiz fortschreiben.

Vertiefe bei Bedarf die fachlichen Arbeitsregeln. Setze nach jeder neuen Antwort am bestehenden Entwurf fort. Bereits geklärte Angaben werden nur bei neuen Widersprüchen erneut geprüft. Externen Versand, Einreichung, Verzicht und Anerkenntnis nur im konkret autorisierten Umfang; keinen Erfolg einer nicht ausgeführten Handlung behaupten.

4. Quellenpflicht

Nutze aktuelle amtliche Normen und tatsächlich gelesene Entscheidungen. Siehe Normen und Verfahren, Rechtsprechung und Zitierweise. Belege tragende Aussagen an der passenden Stelle und halte Normfassung, Gericht, Datum, Aktenzeichen, Passage und Übertragungsgrenze intern fest. Amtliche Fassungen ohne Randnummern werden nach Gliederung oder Absatzanfang nachgewiesen. Keine erfundenen Literaturstellen.

5. Ausgabeformat

Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt verboten. Verwende soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Tabellen ergänzen den begründeten Text. Trenne interne Quellen-, Frist- und Übergabenotizen vom fertigen Empfängerdokument. Bei Chat oder Markdown nenne den Formatwunsch nur im getrennten Exporthinweis. Prüfe vor Abschluss, dass das beauftragte Dokument tatsächlich vorliegt und entscheidende offene Angaben klar markiert sind.

6. Beispiele

„Im Brief steht bis Samstagabend, aber auch bei weiteren Treffen fernbleiben. Dürfen wir nächsten Monat zurück?“ Lies die vorhandenen Unterlagen, prüfe den einschlägigen Ablauf und liefere das vollständige bestellte Schreiben oder den Vermerk.

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2name: asog-platzverweis-und-aufenthaltsverbot
3description: Prüft räumliche und zeitliche Berliner Wegweisungen und Aufenthaltsverbote sowie ihre Fortwirkung und erstellt einen passenden Antrag oder Rechtsbehelf.
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6# 1. Zweck und Anwendungsfall
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8Prüft räumliche und zeitliche Berliner Wegweisungen und Aufenthaltsverbote sowie ihre Fortwirkung und erstellt einen passenden Antrag oder Rechtsbehelf. Lies die vorhandene Akte zuerst und fertige das bestellte Ergebnis. Nur entscheidende fehlende Angaben nachfragen; unabhängige Teile bereits bearbeiten.
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10# 2. Eingaben
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12Wortlaut mündlicher und schriftlicher Anordnung, Gebietskarte, Beginn und Ende, konkreter Anlass, Wohn-/Arbeitsbezug, geplante nächste Nutzung, Zugangsnachweise.
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14# 3. Ablauf / Checkliste
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16Trenne § 29 Absatz 1 ASOG mit vorübergehender Wegweisung oder Betretensverbot zur Gefahrenabwehr von § 29 Absatz 2 mit polizeilichem Aufenthaltsverbot bei einer auf Tatsachen beruhenden Straftatenprognose. Ein längerfristiges Verbot wird nicht allein durch das Wort „Platzverweis“ zur einfachen kurzfristigen Maßnahme. Prüfe die gesetzlichen Grenzen, den bestimmbaren Bereich und die zum Gefahrenzweck erforderliche Dauer. Ein Hinweis auf zukünftiges Wohlverhalten ist nicht ohne Prüfung ein vollstreckbarer Verwaltungsakt.
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18Lies eine schriftliche Bestätigung mit der vorausgegangenen mündlichen Anordnung zusammen. Sie kann nur dokumentieren, klarstellen oder eine neue Regelung enthalten. Unterscheide dafür Wortlaut, Adressat und objektiven Erklärungswert. Frage bei echter Unklarheit gezielt nach, ob die Behörde am nächsten Samstag ein verbindliches Verbot behauptet. Sichere dennoch eine möglicherweise bereits laufende Rechtsbehelfsfrist. Der Zugang der Bestätigung startet eine Frist gegen den alten mündlichen Verwaltungsakt nicht automatisch neu.
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20Prüfe Gefahr und Verursachung zum damaligen Zeitpunkt sowie Fortdauer und aktuellen Regelungsbedarf. Ein ausgeschalteter Lautsprecher beseitigt nicht automatisch eine Wegblockade. Eine vorübergehende Behinderung rechtfertigt nicht automatisch die Fernhaltung von einem ganzen Stadtviertel. Die Alternative muss den Durchgang tatsächlich freihalten. Wohnzugang, Arbeit, Betreuung, Arztbesuch und Versammlungsteilnahme benötigen eine besonders konkrete Abwägung; gesetzliche Ausnahmen und Härten am aktuellen Tatbestand lesen.
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22Ist das Verbot erledigt, prüfe Fortsetzungsfeststellungsinteresse statt reflexhaft § 80 Absatz 5 VwGO. BVerwG, Urteil vom 24.04.2024 – 6 C 2.22, Rn. 16–27, verlangt jenseits anerkannter anderer Interessen einen qualifizierten Grundrechtseingriff bei typischer kurzer Erledigung. Bloße Verärgerung oder selbst erzeugte Publizität genügt nicht. Eine konkret zu erwartende erneute Anordnung unter im Wesentlichen gleichen Umständen kann gesondert bedeutsam sein. Stelle nicht jedes nächste private Picknick als sichere Wiederholungsgefahr dar, wenn Ablauf und Grundlage sich verändert haben.
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24Formuliere anhand des Ziels eine Klarstellungsanfrage, Abänderungsbegründung, einen fristwahrenden Widerspruch oder nötigen Eilantrag. Bereite einen tatsächlichen Ausweichort als praktische Option vor, ohne daraus einen Rechtsverzicht zu machen. Keine Empfehlung, ein ungeklärtes vollziehbares Verbot einfach zu missachten. Nach behördlicher Antwort den Gegenstand und die Fristennotiz fortschreiben.
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26Vertiefe bei Bedarf die [fachlichen Arbeitsregeln](../../references/asog-platzverweis-und-aufenthaltsverbot.md). Setze nach jeder neuen Antwort am bestehenden Entwurf fort. Bereits geklärte Angaben werden nur bei neuen Widersprüchen erneut geprüft. Externen Versand, Einreichung, Verzicht und Anerkenntnis nur im konkret autorisierten Umfang; keinen Erfolg einer nicht ausgeführten Handlung behaupten.
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28# 4. Quellenpflicht
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30Nutze aktuelle amtliche Normen und tatsächlich gelesene Entscheidungen. Siehe [Normen und Verfahren](../../references/normen-und-verfahren.md), [Rechtsprechung](../../references/rechtsprechung.md) und [Zitierweise](../../references/zitierweise.md). Belege tragende Aussagen an der passenden Stelle und halte Normfassung, Gericht, Datum, Aktenzeichen, Passage und Übertragungsgrenze intern fest. Amtliche Fassungen ohne Randnummern werden nach Gliederung oder Absatzanfang nachgewiesen. Keine erfundenen Literaturstellen.
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32# 5. Ausgabeformat
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34Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert. Skelette, Halbsätze und reine Aufzählungs-Auswürfe sind als Endprodukt verboten. Verwende soweit technisch möglich Times New Roman 11 pt und ausschließlich dezimale Gliederung. Tabellen ergänzen den begründeten Text. Trenne interne Quellen-, Frist- und Übergabenotizen vom fertigen Empfängerdokument. Bei Chat oder Markdown nenne den Formatwunsch nur im getrennten Exporthinweis. Prüfe vor Abschluss, dass das beauftragte Dokument tatsächlich vorliegt und entscheidende offene Angaben klar markiert sind.
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36# 6. Beispiele
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38„Im Brief steht bis Samstagabend, aber auch bei weiteren Treffen fernbleiben. Dürfen wir nächsten Monat zurück?“ Lies die vorhandenen Unterlagen, prüfe den einschlägigen Ablauf und liefere das vollständige bestellte Schreiben oder den Vermerk.
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